Barossa Valley im Australien-Lexikon
Das bekannteste Weinanbaugebiet in Australien ist das Barossa Valley, das sich ungefähr 70
Kilometer von Adelaide entfernt befindet. Hergestellt werden hier sehr kräftige und
alkoholreiche Weine. Verarbeitet wird vor allem die Rebsorte Shiraz, die für den
australischen Weinbau mit 30 Prozent den höchsten Anteil aller Rebsorten ausmacht. Um
1840 begann die Besiedlung des Barossa Valleys. Überwiegend waren es englische Siedler,
die sich hier niederließen, und später auch einige deutsche Einsiedler. Johann Grampp war
einer der vielen deutschen Einwanderer, der 1847 erstmals die ersten Reben am Jacob´s Creek
pflanzte. Damit war der Grundstein für eine der erfolgreichsten Kellereien in Australien
gelegt. Ihm folgten zahlreiche andere deutsche Weinbauer und so wurde der Wein zum
wichtigsten Anbauprodukt in der Umgebung von Adelaide. Der Wein wurde bereits um 1890
nach England exportiert. Heute leben hier ungefähr 20.000 Menschen, die immer noch sehr
dem Weinbau verschrieben sind. Das typisch mediterrane Klima, mit sehr trockenen
Sommern und sehr milden Wintern sorgt für sehr gute Bedingungen für den Weinanbau.
Zwischen April und Oktober gibt es mit durchschnittlich 550 Millimetern den meisten
Niederschlag und auch die Nächte sind zu dieser Jahreszeit sehr kühl. Von Dezember bis
Februar herrschen hier durchschnittlich Temperaturen von 35 Grad Celsius. Neben den vielen
Weinbergen hat Barossa Valley aber auch viele andere Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie die
Old Union Chapel, eine Kirche, die 1844 erbaut wurde. Sie ist das älteste öffentliche Gebäude
der Gegend und befindet sich an der Penrice Roaf in Angaston. Weitere Sehenswürdigkeiten
sind das Hoffnungsthal, die Whispering Wall, der Herbig Family Tree sowie die Lyndoch
Lavender Farm.



