Broome im Australien-Lexikon
Broome ist eine Küstenstadt in der Region Kimberley, die am Indischen Ozean liegt.
Gegründet wurde Broome 1883 und nach dem damaligen Gouverneur der Kolonie
Westaustralien, Frederich Broome, benannt. In Broome gab es einen wahren Perlenrausch,
denn als bekannt wurde, dass man hier auf dem Meeresboden Perlen finden kann, wurde die
Stadt zur Perlenhauptstadt der Südhalbkugel. Mehr als 80 Prozent des weltweiten Perlmutt-
Bedarfs deckte Broome. Dieser Perlenrausch lockte mehr als 500 neue Siedler, aus China und
Japan an, aber auch viele Aborigines und Südsee-Insulaner wollten hier das große Geld
machen. Im Jahre 1910 waren es in der Reobuck Bay mehr als 400 Perlentauchboote. Der
Perlenboom endete abrupt im Oktober 1929 mit der Weltwirtschaftskrise und dem
Aufkommen der Kunst- und Zuchtperlen. Daher Ort war sofort völlig ohne Bedeutung und
erlebte erst in den 1950er Jahren, mit dem Aufkommen des Tourismus eine neue Blütezeit.
Auch die Perlenindustrie hat hier wieder Fuß gefasst, wenn auch nicht mit den Erfolgen von
einst. Einen richtig guten Sandstrand findet man am Cable Beach, der 200 Kilometer lang ist.
Aus der Zeit des Perlenbooms gibt es noch einen japanischen Friedhof, auf dem sich mehr als
600 Gräber, mit einzigartigen Grabsteinen befinden. Des Weiteren nicht verpassen darf man
das Broome Historical Society Mueseum sowie die Krokodilfarm Crocodile Park, die von
Malcolm Douglas gegründet wurde. Zudem befindet sich hier ein beeindruckendes Open Air
Kino, dass bereits seit 1916 seine Pforten geöffnet hat. Versteinerte Fußabdrücke von
Dinosauriern kann man im sieben Kilometer entfernten Gantheaume Point sehen. Allerdings
sind diese 120 Millionen Jahre alten Abdrücke nur bei extremen Niedrigwasser zu sehen.



