Geschichte im Australien-Lexikon
Wann genau die Besiedlung Australiens begann, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Man
geht davon aus, dass die Besiedlung durch Menschen vor rund 120.000 Jahre begann. Zu den
ältesten Kulturen der Welt gehören die Aborigines, die seit mindestens 50.000 Jahren auf dem
Kontinent Australien leben. Vor etwa 1000 Jahren entstanden die Inseln der Torres Strait, die
von melanesischen Seefahrern besiedelt wurden. Hier gab es erneute Berührungen mit den
Bewohnern des Nordens Australiens. Die australischen Küsten wurden aber auch von
chinesischen und indischen Händlern und indonesischen Fischern besucht.
Deutlich wird der
Einfluss dieser Kulturen durch die vielen Fels- und Rindenmalereien der Aborigines. Im alten
Europa hatten Gelehrte schon lange vor der Entdeckung Australiens vermutet, dass es einen
Kontinent im Süden gab. Vermutlich betraten schon im 16. und 17. Jahrhundert
portugiesische, französische und spanische Seefahrer den Kontinent Australien. Die
Entdeckung Australiens geht jedoch auf den Niederländer Willem Jansz im Jahre 1606
zurück. Die fruchtbare Ostküste wurde im Jahre 1770 von James Cook entdeckt, der das Land
als britische Kolonie News South Wales in Besitz nahm. Australien wurde eine Strafkolonie,
sodass bis 1868 mehr als 160.000 Gefangene in die neue Ansiedlung Sydney verschifft
wurden. Es folgten weitere britische Kolonien.
Im Jahre 1851 fand man in Victoria Gold und
es wurde die Geschichte von Australien entscheidend geprägt. Die Menschen gingen nun
freiwillig nach Australien und so konnte es keine Strafkolonie mehr sein. Im Jahre 1898
begannen die ersten Planungen, die einzelnen Kolonien zu einem Staat zusammen zu
schließen. 1901 entstand dann der Commonwealth of Australien und Melbourne wurde die
Hauptstadt. 1911 schuf man das Australien Capital Territory und Canberra wurde die neue
Hauptstadt. 



