Kimberly-Plateau im Australien-Lexikon
Das Kimberly-Plateau ist eine Region in Western Australia, die sich im Norden befindet und
durch den indischen Ozean im Westen, den Timorsee im Norden, die große Sand und die
Tanamiwüste im Süden und durch das Northern Territory im Osten begrenzt wird. In diesem
Gebiet leben rund 38.000 Menschen, von denen rund 50 Prozent Aborigines sind. Während
der Regenzeit, die von November bis April geht, ist hier ein tropischen Monsunklima
vorherrschend. Rund 90 Prozent des Jahresniederschlags fallen in diese Zeit. Die Winterzeit
wird von einer sehr langen Trockenzeit gefolgt, in der die Luftfeuchtigkeit bis auf 27 Prozent
fällt. Somit ist das Landesinnere der Kimberly-Region der heißeste Teil Australiens und auch
der der gesamten südlichen Erdkugel. Tagestemperaturen zwischen 40 und 45 Grad sind hier
völlig normal. Beeindruckend ist allerdings die Landschaft der Region, die von brauner und
roter Farbe durchzogen und oftmals ohne Vegetation ist. Lediglich in der Regenzeit wachsen
hier einige Gräser. Die Kimberly-Region ist einer der Teile Australiens, die schon sehr früh
besiedelt waren. Vor ungefähr 20.000 Jahren kamen die ersten Einwanderer aus der Region
des heutigen Indonesiens. Um 1885 kamen die ersten Europäer hier her, die auf der Suche
nach einem guten Weideland für ihr Vieh waren. Später waren es die Goldmienen, die für
viele Einwanderer der Grund ihres Umzugs waren. Heute leben die Einheimischen hier
überwiegend von den Diamantenminen, der Landwirtschaft und dem Tourismus. Quer durch
die Kimberlys verläuft die Gibb River Road, bei der ein Allradantrieb sehr von Vorteil ist.
Jeder, der in dieser Gegend Urlaub macht, muss hier einmal lang gefahren sein. Jedoch kann
man die Straße in der Regenzeit gar nicht befahren und auch bei guten Straßenbedingungen
kann man viele Teile der Straße nicht mit einem normalen Auto befahren.



