Kolonisation im Australien-Lexikon
Im April 1770 erreichte James Cook ist Ostküste Australiens und nahm das Land als britische
Kolonie News South West für die Krone in Besitz. Nach der Lossagung der USA von
Großbritannien suchte die britische Regierung nach neuen Strafkolonien für ihre Sträflinge.
So sollte die Unterschicht ausgedünnt werden und es kam schon bei geringen Vergehen zu
einer Verschiffung nach Australien. Die ersten elf Schiffe der „First Fleet" traf am 26. Januar
1877 mit Siedlern und Verurteilten im Port Jackson ein. Die Sträflingsansiedlung wurde zu
Ehren des englischen Innenministerns Lords Sydney, Sydney genannt. Bis zum Jahre 1868
verbannte man mehr als 160.000 Gefangene dort hin. Im Jahre 1792 kam auf Tasmanien eine
französische Expedition an, die das Land erkunden sollten. Aus diesem Grunde entschieden
die Briten, auch hier ganz schnell eine Kolonie zu errichten. Am Derwent River errichteten
sie 1803 Risdon Cove und ein Jahr später Hobart Town und George Town. Nachdem die Blue
Mountains im Jahre 1813 erstmals überquert wurden, kam es auch hier zu einer Besiedlung.
Das damalige Van-Diemen´s-Land wurde im Jahre 1825 zu einer eigenständigen Kolonie
erklärt. Eine neue Strafkolonie entstand 1824 in der Mündung des Brisbane River, jedoch
wurde das Land bereits 1842 zur Besiedlung freigegeben, da immer mehr freie Siedler hierher
kamen. Die Kolonie News South Wales nahm erst den gesamten östlichen Teil des Kontinents
ein und nur das westliche Drittel blieb als Neuholland von den Briten unbeansprucht. Damit
eine Kolonisierung durch Frankreich verhindert werden konnte, gründeten sie hier 1826 die
Siedlung Albany. Ebenfalls als sträflingsfreie Kolonie war South Australia geplant und es
wurden viele freie Siedler in die Kolonie gebracht. Im Jahre 1836 entstand Adelaide und
South Australia wurde als Provinz Großbritanniens ernannt.



