Outback im Australien-Lexikon
Die Australier bezeichnen als Outback all die Regionen von Australien, die weit weg von
jeglicher Zivilisation liegen. Fast drei Viertel des Kontinents fällt somit unter das Outback,
vor allem aber das Northern Territory, Western Australia und Teile von Queensland, New
South Wales und South Australia. Im Outback ist es oftmals sehr trocken und die
Temperaturen liegen im Sommer bei mehr als 50 Grad Celsius. Oftmals fällt in diesen
Gebieten mehrere Jahre lang nicht ein Tropfen Regen.
In Queensland besteht das Outback aus
unberührtem tropischen Regenwald, von denen einige teile touristisch gut erschlossen sind.
Hierunter fallen die Regenwälder des Top End, der Kakadu-Nationalpark und die Wüsten des
Red Centre. Das Outback wird nur von wenigen asphaltierten Hauptverkehrsstrecken
durchzogen. Die meisten Strecken sind einfache Sandpisten, auf denen man ohne einen
Allradantrieb nicht voran kommt. Vereinzelt sieht man im Outback Rinderfarmen und
Versorgungsstationen mit einzelnen Häusern, Tankstellen, Supermärkten und Werkstätten.
Manchmal ist eine Bank, eine Post und ein sog. Roadhouse, eine sehr derbe Kneipe, dabei.
Die hier lebenden Kinder haben per Fernunterricht über Funk und Internet Schule und wird
mal jemand krank, wird der Flying Doctor Service (fliegende Doktoren) gerufen. In
Australien gibt es noch rund 300.000 Aborigines, von denen rund 20 Prozent im Outback
leben. Allerdings die Wenigsten davon noch traditionell als Nomaden.
Die Australier
benutzen den Begriff Outback sehr unterschiedlich, in der Tourismusbranche ist jedoch klar
definiert, was unter dem Outback Australiens zu verstehen ist. So gehört für die
Einheimischen die Metropole Sydney bereits zum Outback. Der Ort Alice Spring ist rein
touristisch das Outback, was die Einheimischen überhaupt nicht so sehen.



