News vom 02.10.2009

Australien setzt spezielle Software gegen Kinderpornografie ein

Wie der Spiegel Online am 2. Oktober 2009 berichtete, setzt Australien nun eine Spezial-Software gegen Konsumenten und Anbieter von Kinderpornographie ein. Australische Kinderpornographie-Fahnder benutzten eine Software aus den USA, die ähnlich funktioniert wie eine Software in der Musikindustrie, die in „Peer-to-Peer”-Netzwerken nach illegal getauschten Songs fahndet. Die spezielle Software ist in der Lage, kinderpornographische Abbildungen zu erkennen, die bereits in früheren Ermittlungsverfahren aufgetaucht sind. Diese werden dann von der Software verfolgt. Möglich ist dies, da jeder, der sich an einer solchen Tauschbörse beteiligt, zwangsläufig seine IP-Adresse offenbart. Damit kann einfach nachverfolgt werden, wer welche Dateien anbietet und wer sie herunterlädt. Die australische Zeitung „The Age“ berichtete, dass man so „Inhalte und Bilder auf Computern identifizieren kann, ohne dafür einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss zu benötigen oder Razzien durchzuführen.“ Die Software können auch in Deutschland eingesetzt werden, denn mit Web-Filtern, wie sie das von Ursula von der Leyen (CDU) angestoßene “Zugangserschwerungsgesetz gegen Kinderpornografie” vorsieht, kann man dieser Kriminalität nicht entgegentreten.

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