News vom 14.01.2010
Australien: Kamel-Ausrottung als Klimaschutzmaßnahme
N-TV berichtete diese Woche auf seiner Webseite, dass aus Australien ganz ungewöhnliche Töne kommen, denn hier soll die Kamel-Ausrottung eine erfolgversprechende Klimaschutzmaßnahme darstellen.
Australien ist bekannt für seine Kängurus und Koalas, denn die wenigsten Menschen wissen, das im Innern des Landes mehr als eine Million Kamele leben. Diese vermehrten sich in den letzten Jahren extrem und werden in Australien inzwischen als „die Pest“ angesehen.
Nun brachte ein Agrarsprecher des australischen Parlaments die Ausrottung von Kamelen als gute Maßnahmen für den Klimaschutz ins Gespräch. Ein Kamel rülpse pro Jahr eine Tonne Treibhausgase in die Luft, so John Cobb. Würde man die komplette Herde von schätzungsweise einer Million Tieren töten, würde es mehr klimaschädliches Gas einsparen, als würde man 300.000 Autos aus dem Verkehr ziehen. Cobb setzt sich sehr für die Ausrottung ein und die Labor-Regierung hat inzwischen auch einen Fonds aufgelegt, um die Herde zu reduzieren.
Jahrzehntelang setzte man in Australien Kamele ein, um die weiten Steppen durchqueren zu können. Durch die Erfindung des Autos kamen Kamele praktisch aus der Mode und wurden in die Wildnis entlassen. Hier vermehrten sie sich rasant, sodass sich die Herde Schätzungen zufolge alle sieben Jahre verdoppelt.
Als „die Pest“ werden die australischen Kamele bezeichnet, weil sie heute die Felder zertrampeln, da sie wegen der anhaltenden Trockenheit auf der Suche nach dem wenigen Wasser sind.



