News vom 08.05.2010
Burka-Räuber sorgt für Debatte in Australien
Anfang dieser Woche hatte ein mit einer Burka verkleidete Mann in der Nähe von Sydney einen Goldboten überfallen. Der Räuber war von Kopf bis Fuß in das islamischen Gewand gekleidet, bei dem nur für die Augen ein kleiner Schlitz freigelassen ist. Zudem trug der Mann eine Sonnenbrille und konnte mit einer größeren Menge Geld unerkannt entkommen.
Dieser Vorfall hat für eine Debatte über den muslimischen Ganzkörperschleier in Australien entfacht, wie es auch schon in Frankreich und in Belgien der Fall war. Ins Rollen kam das Thema durch Cory Bernardi, Politiker der oppositionellen Partei der Liberalen. Er sprach sich in einem Blog-Eintrag für ein Verbot der Burka aus. Am Freitag wurde dies jedoch von Premierminister Kevin Rudd zurückgewiesen. Auch die Polizei habe keinerlei entsprechende Empfehlungen gegeben. Der Chef der Liberalen Partei, Tony Abbot, wollte sich nicht dem Aufruf des Verbotes der Burka anschließen. Daraufhin startete die Zeitung „Sun Herald“ eine spontane und nicht repräsentative Umfrage. Demnach sprachen sich 88 Prozent der Befragten für ein Burka-Verbot in Australien aus.



