News vom 03.07.2010
Australien führt umstrittene Rohstoffsteuer ein
In Australien müssen Rohstoffkonzerne zukünftig eine Sondersteuer auf ihre Gewinne entrichten. Die neue Premierministerin Julia Gillard teilte am Freitag mit, dass die Bergbauindustrie den lange umstrittenen Plänen der Regierung zustimmte.
In der vergangenen Woche hatte der Streit um die Steuerpläne und der Widerstand der Industrie zum Sturz von Gillards Vorgänger Kevin Rudd beigetragen. Als Chef der Labor-Partei wurde Rudd von Gillard herausgefordert. Als sich innerhalb der Partei eine Mehrheit für Gillard abzeichnete, warf er das Handtuch. Sofort ging Gillard mit Kompromissvorschlägen auf die Branchenvertreter zu.
Ab 2012 müssen Kohle- und Eisenerzförderer ab einer bestimmten Gewinnhöhe eine Sondersteuer in Höhe von 30 Prozent abführen. Rudd wollte ursprünglich 40 Prozent kassieren. Mit diesen einnahmen will die Regierung unter anderem die Rentenkassen stärken. Von der Rohstoffsteuer betroffen sind Firmen, die mehr als 50 Millionen australische Dollar (knapp 34 Mio Euro) Jahresgewinne verzeichnen.
Die oppositionelle Liberale Partei will die neue Steuer abschaffen, sollten sie in den nächsten Monaten die Wahlen gewinnen.



