Alice Spring im Australien-Lexikon

Alice Spring gilt als das Tor zum Outback, denn es befindet sind rund 1500 Kilometer von allen anderen größeren Städten entfernt. Die Stadt liegt im Northern Territory und hat rund 28.000 Einwohner.

Entstanden ist die Stadt im Jahre 1872, im Zuge des Baus der transaustralischen Telegrafenleitung. Diese sollte Australien von Süd nach Nord durchqueren und über Indonesien nach Europa führen. Damals konnten die Telegraphenverbindungen wegen der Widerstände der Leitungen nur eine begrenzt Strecken überbrücken. Daher musste man eine Reihe von Telegraphenstationen mitten im Outback errichten.

William Whitfield Mills hatte damals die Aufgabe ein geeignetes Gelände zu finden. Dabei fand er einen großen Teich, den er für eine Quelle hielt und nannte die Wasserstelle Alice Springs, zu Ehren der Frau seines Chefs. Die vermeintliche Quelle führt aber nur nach Regenfällen Wasser und ist wie die Old Telegraph Station heute als Museum zu besichtigen.

Die eigentliche Siedlung Alice Spring entstand rund vier Kilometer von dem See entfernt und hieß bis 1933 Stuart Town. Nach der Fertigstellung der Süd-Nord-Eisenbahnlinie The Ghan im Jahre 1929 und nach dem Anschluss des Stuart Highways im Jahre 1940 wurden immer mehr Einwohner in Alice Springs sesshaft.

Die Einnahmequellen bestanden überwiegend aus der Rinderweidewirtschaft, aus Kamelfarmen und dem Bergbau. Erst als der Tourismus 1970 seinen Weg nach Alice Springs schaffte, wurden neue Arbeitsplätze im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Einzelhandel geschaffen.

Heute verfügt Alice Springs über eine wunderbar entwickelte touristische Infrastruktur und ist der Ausgangspunkt für die Ausflüge ins Outback. In vielen Galerien kann man Gemälde und Skulpturen von namhaften Künstlern und Werke der Aborigines bestaunen.


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