Australien im Australien-Lexikon

Australien hat neben vielen Museen und sehenswürdigen Bauten auch ein nettes Nachtleben sowie eine beeindruckende Theaterszene. Die Livemusik und die vielen Theaterstücke werden überwiegend von den Studenten der Universitäten getragen. Das Canberra Theatre mit seinen 1244 Plätzen und das Playhouse mit 618 Sitzplätzen sind die beiden großen Theater der Stadt. In letzterem werden auch viele Konzerte abgehalten. In der Australien National University befindet sich das Street Theatre, in dem überwiegend Laienvorführungen zu sehen sind. Auf dem Gelände der Universität befindet sich zudem eine Musikhochschule mit einer Räumlichkeit, der Llewllyn Hall, die über 1442 Sitzplätze verfügt. Sie gilt als eine der renommiertesten Konzerthallen für klassische Musik in Australien. Des weiteren findet man in den meisten Gemeinschaftszentren der Stadtteile mehrere Einrichtungen für Theater- und Kinoverführung und meist auch eine Bibliothek. Bekannt ist Canberra für seine vielen Großveranstaltungen, wie das Summernats-Automobilfestival, das im Frühsommer statt findet. Im Februar gibt es hier die Royal Canberra Show, eine Landwirtschaftsmesse und der offizielle Feiertag der Stadt ist der Canberra Day, vor dem ein Volksfest über einen Zeitraum von zehn Tagen statt findet. In der Osterwoche geht man hier zum National Folk Festival und von Mitte September bis Mitte Oktober findet die Foriade statt. Dies ist eine der größten Gartenausstellungen der südlichen Halbkugel, die von mehr als 300.000 Menschen besucht wird. Am Abend trifft man sich im Casino Canberra, dass das einzige Spielkasino der Stadt es. Eröffnet wurde es 1992 und ist alleiniger Inhaber der Konzession für Glücksspiele. Allerdings gibt es hier keine Spielautoamten, denn dieses Recht haben nur die Bars und Clubs. Die meisten Bars, Clubs und Restaurants befinden sich in der Nähe des Zentrums von Canberra.

Außengebiete von Australien

Zum australischen Festland gehören noch einige Außengebiete, wie die Ashmore- und Cartierinseln, die aus einer Ansammlung von kleinen Inseln und Riffen bestehen. Sie befinden sich im Indischen Ozean und sind 340 Kilometer vor der nordwestlichen Küste des Kontinents gelegten. Die Inseln und Riffe der Ashmore- und Cartierinseln sind unbewohnt. Des Weiteren gehört zum australischen Außengebiet das australische Antarkis-Territorium, dass sich in der Antarktis befindet und auf das der Staat Australien bereits seit 1933 einen Anspruch erhebt. Das Territorium wird von einem schmalen Stück geteilt, das von Frankreich beansprucht wird. Seit 1954 hat Australien an der Antarktis eine dauerhafte Station, die Mawson Station. Ein weiteres Außengebiet sind die Heard und die McDonaldinseln, die ebenfalls unbewohnt sind und sich im südlichen Indischen Ozean befinden. Amtlich heißt dieses Gebiet Territory of Heard Island and McDonald Islands und wurde 1947 von Großbritannien an Australien übergeben. Obwohl hier niemand wohnt, besitzen die Inseln eine eigene Top-Level-Domain .hm. Die Kokosinseln, die auch Keelinginseln genannt werden befinden sich im indischen Ozean und gehören auch zum australischen Außengebiet. Auf einer Fläche von 14,2 Quadratkilometern leben rund 6600 Einwohner. Nordöstlich von Australien befinden sich die Korallenmeerinseln, ein Gruppe von kleinen tropischen Inseln und Riffen im Korallenmeer. Das Seegebiet umfasst ungefähr eine Million Quadratkilometer und keine der Inseln hat einen Hafen. Lediglich ein paar Ankerplätze vor der Küste gibt es. Die größte der Inseln ist Willis Islet, auf der sich auch eine bemannte Wetterstation befindet. Die Weihnachtsinseln im Indischen Ozean gehören auch zum australischen Außengebiet und werden von dem Australischen Ministerium für Transport und regionale Angelegenheiten verwaltet. Schlussendlich gehören zum australischen Außengebiet auch die Norfolkinsel, die sich im Pazifischen Ozean befindet.

Die Aborigines

Die indigene Bevölkerung von Australien besteht aus den Aborigines, die auf dem Festland leben, und den Torres-Strait-Insulanern, die auf den Inseln der Torres-Strait zu Hause sind. Die Inseln befinden sich zwischen Queensland und Papua-Neuginea. Bevor die Europäer nach Australien kamen, lebten zwischen 300.000 und einer Millionen Menschen auf dem Kontinent. Allerdings waren sie kein einheitliches Volk, sondern gehörten vielen verschiedenen Kulturen an. Es gab zu dieser Zeit mehr als 200 verschiedene Sprachen auf dem australischen Kontinent, die den australischen Sprachen und dem melanesischen zugeordnet werden. Australien wurde von der britischen Krone als terra nullius deklariert, also als ein unbewohntes Land, dass sie in Besitz nahmen. Die Aborigines erhielten erst im Jahre 1965 das Wahlrecht auf nationaler Ebene. Im Jahre 1972 wurde eine Zeltbotschaft vor dem Parlamentsgebäude in Canberra errichtet. So sollte eine Kommunikation zwischen der indigenen Bevölkerung und der Regierung ermöglicht werden. Die Bezeichnung terra nullius wurde im Jahre 1992 mit dem Mabo-Urteil korrigiert und die Aborigines und die Torres- Strait-Insulaner konnten unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche auf Land erheben. Obwohl dies eine Verbesserung des Status war, unterscheidet sich die indigene Bevölkerung von Australien noch sehr vom Rest der Bevölkerung. Deutlich wird dies vor allem in den Gesundheits-, Kriminalitäts- und Arbeitslosenstatistiken. In der Zeit von 1900 bis 1972 wurden aufgrund von staatlichen Programmen mehr als 35.000 Aborigine-Kinder zwanghaft von ihren Familien getrennt und in staatliche Institutionen gebracht. Einige von ihnen wurden auch in weiße Familien adoptiert. Das Programm sollte ursprünglich dem Wohle des Kindes dienen, gilt heute aber als grober Verstoß gegen die Menschenrechte. Die Regierung wollte mit dem Programm offensichtlich die indigene Kultur und die Sprache unterdrücken und aussterben lassen. Heute sind es mehr als 400.000 Australier, die sich selbst als indigene Bevölkerung von Australien ansehen.

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Italien mit der sehenswerten Toskana.


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