Gold im Australien-Lexikon

In einem Gewässer in der Nähe von Bathurst fand der Opportunist Edward Hargraves am 12. Februar 1851 den ersten Goldnugget in Australien. Dieser Quarzgoldblock hatte ein Gewicht von gut 40 Kilo und die Regierung wollte den Fund zuerst geheim halten, weil sie befürchtet, es käme zu dem gleichen Goldrausch, wie es in Kalifornien der Fall war. Allerdings gab es noch mehr Goldfunde in der Nähe von Melbourne und in zahlreichen anderen Ortschaften in Australien. Mit der Geheimhaltung wurde es natürlich nichts und so waren im Jahre 1852 bereits mehr als 95.000 Menschen nach Australien eingewandert. In nur zehn Jahren waren es dann insgesamt 1,2 Millionen Menschen, die auf dem australischen Kontinent lebten. Zwar waren die Goldsucher recht erfolgreich und wurden auch immer reicher, allerdings gab es auch immer mehr Unruhen, sodass die Einwanderer, die nur wegen des Goldes hier waren, hohe Lizenzgebühren zahlen mussten, kein Wahlrecht hatten und auch keine Ländereien besitzen konnten. Chinesen gründeten im Jahre 1861 eine Goldschürfgesellschaft, die allerdings schnell von britischen Kolonialbehörden wieder geschlossen wurde. Der Goldrausch in Australien ist allerdings niemals ganz zum Erliegen gekommen, denn selbst heute sind noch viele Farmer unterwegs und schürfen Gold. Fast täglich kann man in den Zeitungen von neuen großen Funden in Neusüdwales und in Kalgoorlie lesen. Nachdem man hier und da größere Klumpen Gold eher zufällig gefunden hatte, ziehen heute Tausende mit Zelten und Metalldetektoren ausgerüstet in die Goldfelder. Auch wenn sie nicht immer erfolgreich sind, die Goldsuche ist so etwas wie ein besonders Hobby fast jeden Australiers.


Hauptseite | Impressum