Nambung Nationalpark im Australien-Lexikon
Der Nambung Nationalpark befindet sich in der Nähe Cervantes im Westen von Australien.
Zu einer der Attraktionen des Parks gehören die verwitterten Kalksteinsäulen, die Pinnacles,
die bis zu vier Meter hoch und sehr verwittert sind. Der Park wird auch als Pinnacles Desert
bezeichnet, obwohl die Säulen mit vier Quadratkilometern nur einen sehr kleinen Teil des
Parks ausmachen. Gegründet wurde der Park 1968 und ist insgesamt 184 Quadratkilometer
groß. Verwaltet wird das Gebiet vom „Department of Conversations and Land Management".
Der Park liegt in einem Dünensystem, dass dreigeteilt ist. Die Dünen definieren die früheren
Küstenlinien des Indischen Ozeans und die Quindalup-Wanderdünen, die aus weißem,
kalkreichen Sand bestehen, sind die jüngsten Linien. Umgeben sind sie von einer
beeindruckenden Heidevegetation mit lila blühenden Bodendeckern. Im Innern des Landes
befinden sich die Spearwood-Dünen, die als Kalkstein bestehen und von einem gelblich-
bräunlichem Quarzsand überlagert sind. Genau hier entstanden die Pinnacles. Die dritte
Dünenlinie, die auch am weitesten vom Meer entfernt ist, sind die Bassendean Woodlands,
deren Sand sehr reich an Silizium ist. Hier wachsen Banksia und tuarts sowie einige
kleinwüchsige Eukalyptus-Arten. Im Park leben auch recht viele Tiere, die allerdings meist
nachtaktiv sind. Gelegentlich hat man am Tage das Glück, Graue Riesenkängurus und Emus
zu sehen. Sehr weit verbreitet sind der Tannenzapfenskink und die giftige Westliche
Braunschlange. Selten anzutreffen ist die Teppichpython. Entlang der Swan Voast Plain sind
mehr als 90 Vogelarten zu Hause, wie der Blustrust-Staffelschwanz, der Pfeifhonigfresser, der
Keilschwanzadler und der Australische Gleitaar. Vom Norden her kann man mit einem
normalen PKW den Nationalpark erreichen. Aus Richtung Süden ist dies nur mit einem
Allrad-Fahrzeug möglich.



